Heizung, Energieverluste, Umwelteinflüsse, Heizkosten. Informationen und Aufsätze über Heizungstechnik.
Heizung, Energieverluste, Umwelteinflüsse, Heizkosten. Informationen und Aufsätze über Heizungstechnik.

Forderung an die Politik!

 

Die Politik versucht, den CO2 Eintrag, erzeugt durch die Gebäudeheizung, zu reduzieren. Sie bezieht sich dabei auf Theorien aus Studien und Aussagen von Herstellern, die leider nicht der Realität vor Ort entsprechen. Die politisch favorisierten Möglichkeiten wie z.B. Wärmepumpen bringen, in der Praxis, eher eine Erhöhung des CO2 Eintrags in die Umwelt.

Es wird bei Energieberatern und bei der Politik ein Schwerpunkt auf Gebäudedämmung gelegt. Gebäudedämmung ist ein relativ einfaches, wichtiges Thema, versteht jeder Energieberater.

Leider wird Wärmeerzeugung und schwieriger zu verstehende Wärmeabgänge vernachlässigt.

 

Ich wünsche mir von der Politik folgende Einträge in das Gebäudeenergiegesetz, um mehrere Millionen Tonnen CO2 Eintrag und Nutzerkosten zu sparen.

  1. Verbot der energievernichtenden Atmosphärischen Gasniedertemperaturheizkessel.
  2. Eine Vorschrift, die eine Heizungsregelungseinstellung nach Standardheizkurve vorschreibt.
  3. Eine Normierung der Bedienungsanleitung für Kesselregelungen und Heizungsregelungen/Heizungselektronik. Es müssen alle Hersteller gleich lautende Bedienungsanleitungen herausgeben. Regelungseinstellungen müssen bei allen Kesseltypen bis in die zweite und dritte Ebene gleich sein.
  4. Temperaturen in zentralen Warmwassergroßanlagen müssen bis an die Endpunkte (Endpunkte, die am weitesten vom Speicher entfernten Zapfstellen) stimmen. Warmwasser darf insgesamt, also am Speicher und an den Endpunkten 63°C nicht überschreiten und 58°C nicht unterschreiten.
  5. In Bestandsgebäuden muss dringend beachtet und geprüft werden, dass das Kaltwasser wirklich Kaltwasser ist und nicht über 10°C durch nebenliegende wärmeführenden Leitungen erwärmt wurde.
  6. Eine Förderung der Ausbildung zum zertifizierten Heizungskundendiensttechniker.
  7. Eine Auseinanderlegung der Berufe Sanitärinstallateur/ Heizungsbauer, die zurzeit noch einen gemeinsamen Beruf darstellen.

 

Das sind praxisgerechte Möglichkeiten, Energie, CO2 und Heizkosten in großen Mengen einzusparen. Das, ohne erhebliche Kosten für unseren Staat.

Ausführliche Begründungen und Erklärungen auf meiner Homepage.

 

Zu P1. Verbot der energievernichtenden Atmosphärischen Gasniedertemperaturheizkessel.

Ursache die Kesselbauart, die zu extrem hohen Stillstands- oder Vorhalteverlusten führt.

Das hat eine einfache Erklärung, die etwas schwerer beschreibbar ist. Ich versuche es mal.

Warme Luft ist leichter als kalte Luft. Aus dem Grund wird bei Heizkesseln mit vorgesetztem Brenner oder bei Gasbrennwertgeräten die Zuluft nur im Brennbetrieb gezielt zugeführt.

Bei Atmosphärischen Gasniedertemperaturkesseln ist das anderst, die Fläche unter den Kesseln ist komplett offen.

Durch den Auftrieb, leichte aufgeheizte Luft zieht bei ausgeschaltetem Brenner die kalte Luft von unten durch den aufgeheizten Kessel und entsorgt sie über den Schornstein. Ist die Kesseltemperatur gering, Beispiel 45°C entstehen weniger Stillstandsverluste, ist die Kesseltemperatur hoch, Beispiel 80°C ist die Wärmeentsorgung über den Schornstein extrem hoch.

Das kann insbesondere bei durch Frau Müller geforderten hohen Temperaturen und/oder zentrale Warmwasseranlagen, zu erheblichen Stillstandsverlusten führen.  

Gaseinsparung nach Umbau auf Gasbrennwert, aus der Praxis 30% bis erlebte 60%. Detaillierte Informationen über die Kesselbauform gern auf Anfrage. Es stehen noch geschätzt 100.000 bis 200.000 Heizkessel dieser Bauart aller Größen in den Heizungskellern vom Einfamilienhaus über Mehrfamilienhaus bis Bürohäusern und kommunalen Gebäuden.

Der Austausch dieser Heizkessel gegen moderne Heizkessel wie z.B. Brennwertheizkessel hat das Potential erhebliche Kosten und CO2 einzusparen.

 

Zu P. 2 Eine Vorschrift die eine Heizungsregelungseinstellung nach Heizkurve vorschreibt.

Heizungsregelungen, Regelung der Vorlauftemperatur nach Vorgabe der Außentemperatur durch den Außenfühler.

Was ist die Vorlauftemperatur? Das ist die Heizungswassertemperatur, die oben in den Heizkörper strömt. Die Vorlauftemperatur ist mit der oberen Heizkörpertemperatur gleichzusetzten.

Eine Beispielheizkurve währe bei Außentemperaturen und normaler Regelungseinstellung:

Bei 15°C Außen, Vorlauftemperatur 30°C.

Bei -10°C Außen Vorlauftemperatur 70°C.  

Dazwischen werden die Vorlauftemperaturen an die Außentemperaturen gleitend angepasst. (Heizkurve bedeutet, die Heizkörpertemperatur /Vorlauftemperatur wird an die Außentemperatur angepasst)

Natürlich müssen die Heizkörpergrößen an die Wärmeanforderung oder Raumheizlast angepasst sein. Die Heizlastberechnung haben wir Heizungsbauer in der Lehre gelernt.

Es darf nicht sein, dass aus einer Wohnung die Forderung nach hoher Vorlauftemperatur kommt, Frau Müller lässt grüßen, und sich dadurch der gesamte Anlagenverbrauch in Mehrfamilienhäusern durch Stillstandsverluste verdoppelt. Einer der Hauptgründe für übermäßig hoher Energieverbräuche in Wohnanlagen.

In Mehrfamilienhäusern und Bürogebäuden muss es ein vorgeschriebenen und nachgeprüften Standard geben.

Sollte in einer Wohnung mehr Wärme als berechnete 20 – 22°C gebraucht werden, empfehle ich, einen Heizlüfter dazu zu aufzustellen.

 

In Ein- und Zweifamilienhäusern können die Nutzer ihre Temperaturen allein verwalten. Den Mehrverbrauch müssen sie allein bezahlen.

In Wohnanlagen muss es eine einzuhaltende Vorschrift geben, die besagt das die Heizung nach berechneten Vorgaben also mit Minimal 20 – 22°C Raumtemperatur beheizt werden können.

Wird die Heizungsregelung höher eingestellt, müssen die dadurch entstehenden Kosten von allen Bewohnern getragen werden.

Die Meinung, dass der Nutzer in Wohnanlagen mit den Heizkörperthermostaten seine Verbrauchskosten selbst bestimmen, kann ist falsch. Details dazu in einem anderen Aufsatz.

 

Es sollte veröffentlicht werden, dass zu hohe Regelungseinstellungen die Heizkosten aller erhöhen.

Sollte ein Bewohner wie Frau Müller nach hohen Vorlauftemperaturen verlangen, kann die Verwaltung auf geltende Vorschriften verweisen.

 

Zu P 4, Eine Normierung: Bedienung der Kesselregelungen, Heizungsregelungen.

Das ist erforderlich um Kundendienstinstallateuren und Schornsteinfegern die Bedienung und Prüfung der Heizungsregelungen ohne stundenlanges Suchen in umfangreichen Bedienungsanleitungen zu ermöglichen. Das ist zurzeit nicht möglich. Jeder Hersteller hat für jede Heizkesselbauart andere Einstellvorgaben, die sich kein Kundendienstmonteur merken kann.

 

Zu P 5, In zentralen Warmwasseranlagen,

insbesondere in Großanlagen (Großanlagen fangen schon in 3 Familienhäusern an) muss vorgeschrieben werden das die Warmwassertemperaturen, auch am Ende des Warmwassersystems korrekt, also vorgeschriebene 60°C stimmen und die Zirkulationsverluste geringgehalten werden.

Zirkulationsverluste und Vorhalteverluste habe ich mehrfach in Großanlagen mit höheren Wärmeverlusten gemessen wie der Wärmeabgang über die Hausoberfläche.

60°C (Vorschrift DVGW Arbeitsblatt 5519) sind durchgängig einzuhalten. Weniger kann zu Bakterien – und Legionellenbefall führen, mehr führt zu Verbrühungen bei Warmwassernutzung.

 

Zu P 6, Kaltwassererwärmung.

In Bestandsgebäuden muss dringend beachtet und geprüft werden das, dass Kaltwasser nicht durch naheliegende, ungedämmte Warmwasser, Zirkulationsleitungen und Heizungsleitungen aufgeheizt wird. Das ist nach DIN EN 1717 verboten. Häufig bekomme ich auf Nachfrage in Mehrfamilienhäusern die Antwort, wir können uns morgens die Zähne mit Warmwasser aus dem Kaltwasserhahn putzen. Legionellen und Bakterienbefall lassen grüßen.

Das Beheben dieser Problematik ist in den meisten Fällen einfach. Das in einem anderen Aufsatz.

 

Zu P 7. Eine Förderung Ausbildung zum zertifizierten Heizungskundendiensttechniker.

Kundendiensttechniker die Heizungsanlagen in ihren Zusammenhängen und Problematiken kennen.

Heizungen sollten nur noch von nachgewiesenen, für Heizungskundendienst ausgebildeten Installateuren gewartet und instandgesetzt werden. Sie müssen auf jeden Fall die Heizungshydraulik verstehen und Schwachstellen erkennen.

Solche Fachleute können deutlich höhere Stundenverrechnungssätze abrechnen wie ausgebildete Rohrverleger mit wenig Ahnung von Zusammenhängen in Heizungsanlagen. Insbesondere von Heizungshydraulik.

Leider haben die meisten Installateure vor Ort wenig Wissen über die Anforderungen von Zentralheizungsanlagen.

 

Zu P. 8. Eine Auseinanderlegung der Berufe Sanitärinstallateur/ Heizungsbauer. die zurzeit noch einen gemeinsamen Beruf darstellen. Jeder der Berufe hat höchste Ansprüche und Anforderungen,

 

Sanitärinstallateur, mit dem Anspruch an vorgeschriebene Hygiene und auch der Bereich Rohrverlegung Wasserentsorgung, Badezimmersanierung und vieles mehr.

 

Heizungsbauer, mit dem Anspruch an Heizungshydraulik, angepasste, spezielle Rohrverlegung, Heizlastberechnungen, Heizungsregeltechnik, Anlagenwartung und vieles mehr.

 

Die zusammengelegten Berufe, ein Hauptgrund warum ich bei meinen Heizungsanlagen Checks, Fehler durch die hohe, einfach zu behebende, Energieverbräuche erzeugt werden.

Es darf nicht sein das ein Firmeninhaber mir sagt „für den Sanitärmeister musste ich richtig arbeiten, den Heizungsbaumeistertitel habe ich geschenkt bekommen!!“

 

Kontrolle der Vorgaben

Die meisten Forderungen können problemlos von Schornsteinfegern bei der vorgeschriebenen Heizungsbesichtigung/Prüfung geprüft werden.

 

b. wulfestieg

Aufsatz ohne KI-Unterstützung.

 

 

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