Beispiel Altbau Einfamilienhaus.
Thema, Fakten in Zahlen.
Zu meiner Person
Zu den Fakten,
Beispiel Einfamilienhaus.
Austausch von alten Heizkesseln gegen moderne Brennwertgeräte oder moderne Wärmepumpe.
Umbaukosten inkl. Demontage und Einbau Gasbrennwert ca. 6.000 – 8.000€
Umbaukosten inkl. Demontage und Einbau Ölbrennwert ca. 6.500 – 8.500€
Umbaukosten inkl. Demontage und Einbau Wärmepumpe ca. 15.000 – 25.000€
Aus dem Vergleich geht hervor, dass es einen Verbrauchsausreißer gibt, der atmosphärische Gasniedertemperaturkessel. Erlebte Einsparung nach Umbau dieser Kesselbauart gegen ein Gasbrennwertgerät 35 – 60%.
Vergleiche dürfen nur mit modernen Geräten durchgeführt werden.
Ein Vergleich eines atmosphärischen Gasniedertemperaturkessel mit einer modernen Wärmepumpe ist wie ein Vergleich eines Oldies aus Amerika mit einem modernen Elektroauto.
Bezogen auf 1 verbrauchte Kilowattstunde sind das
Bei Gas 0,013€
Bei Heizöl 0,019€
Bei Strom 0,034€
Bei einem Jahresverbrauch im 1 Familienhaus von 18.000kWh
Bei Gas sind das 234,00€ CO2 Kosten, eingepreist in die Gesamtjahresheizkosten dieses Gebäudes von ca. 1.800,00€.
Bei Öl sind das 342,00€ CO2 Kosten, eingepreist in die Gesamtjahresheizkosten dieses Gebäudes von ca. 1.900,00€.
Bei Strom sind das 612,00€ CO2 Kosten, eingepreist in die Gesamtjahresheizkosten dieses Gebäudes mit Strom direkt von 6.300,00€. Strom direkt betrifft Stromheizgeräte wie Infrarotheizungen, Elektroheizkörper, Heizlüfter usw.
Inwieweit eine Wärmepumpe diese Kosten mindern kann, dazu später.
Aufgeteilt auf Windkraft, Solarenergie Wasserkraft und Atomstrom aus dem Ausland. Rest Kohle, Abfall, Öl, Gas.
Bei Strom sollen die 65% durch Wirkung einer Wärmepumpe erreicht werden. Wärmepumpen arbeiten ausschließlich mit Strom.
Das waren die Fakten und realistischen Zahlen, jetzt zu den Folgen daraus.
Wärmepumpen, die Befreiung von der Heizungsproblematik und System zu kostengünstigen und Umweltschonenden Heizungen? Oder doch nicht?
Wärmepumpen? Was machen die?
Die vergangene Regierung hat ihre Umweltpolitik Heizung ausschließlich auf Wärmepumpen ausgerichtet! Aber, funktioniert das?
Wärmepumpen arbeiten ausschließlich mit Strom.
Bei den meisten verbauten Wärmepumpentypen, Luft – Wasser Wärmepumpen wird die Temperatur der Außenluft entnommen und durch Wärmepumpentechnik auf die erforderliche Heizungstemperatur gebracht.
Wärmepumpenarbeitszahl = bedeutet, wie viele Kilowattstunden Wärme durch die Wärmepumpenarbeit mit einer Kilowattstunde Strom erreicht werden können. (Beispiel Wärmepumpenarbeit: aus 1000m³ Luft mit 10°C werden 100l 40°C warmes Heizungswasser erzeugt) Das in Abhängigkeit der Außenlufttemperatur und der Bedarfstemperatur im Heizkörper.
Zum Beispiel wird im Labor die maximale Arbeitszahl für eine Wärmepumpe von 5 erreicht. Das bedeutet, aus einer Kilowattstunde Strom werden 5 Kilowattstunden Wärme erwirtschaftet. Das ist die Zahl, auf die sich die Politiker beziehen.
Eine Laborarbeitszahl ist für den Betrieb vor Ort unwichtig. Da muss die Jahresarbeitszahl herangezogen werden (sogenannte JAZ) ,also der Stromverbrauch eines Jahres im Verhältnis zu der gelieferten Wärme eines Jahres.
Klappt das auch wirtschaftlich in der Praxis, in Bestandsgebäuden? Eindeutiges NEIN.
Welche Problematiken sprechen dagegen?
Also mit Warmwasserspeicher im Keller. In diesen Gebäuden befindet sich auch ein Warmwasserzirkulationssystem zur Warmwasserkomfortsteigerung, um schnell Warmwasser am Zapfhahn zu haben. Viele Nutzer möchten auch Bakterien- und Legionellenfreies Warmwasser haben, dafür muss die Warmwassertemperatur ca. 60°C betragen.
Was bedeutet die Warmwasservorrangschaltung?
Wenn der Warmwasserspeicher nachgeheizt werden muss, bekommt die Nachheizung Warmwasser Vorrang vor der Gebäudeheizung.
Das bedeutet in der Praxis, in der Warmwasseraufheizzeit wird die Gebäudeheizung ausgeschaltet. Bei 30% Zirkulationsverlust (Realer Zirkulationsverlust in Bestandsgebäuden mit durchlaufender Warmwasserzirkulation) bedeutet das, die Gebäudeheizung bleibt länger ausgeschaltet.
Diese Ausfälle Gebäudeheizung muss durch höhere Heizkörpertemperaturen ausgeglichen werden.
Ein weiterer Faktor, der die JAZ erheblich verschlechtert.
Nach meiner Erfahrung wird die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe im Bestandsgebäude ohne zentrale Warmwasserversorgung eine Jahresarbeitszahl von 1,8 – 2,5 erreichen. Jahresheizkosten bei dem Mustergebäude 2500-3500€
Mit zentraler Warmwasserversorgung und Zirkulationssystem werden von mir erlebte Jahresarbeitszahlen von 0,6-1,5 erreicht. Jahresheizkosten bei dem Mustergebäude 4200 – 7800€.
Jedes Gebäude muss individuell betrachtet werden.
Die Daten für die WP JAZ sind aus meiner Erfahrung und Begutachtung mehrerer mit Wärmepumpen beheizten Gebäuden. Es kann auch anders aussehen. Leider hat oder gibt kein Hersteller nachvollziehbare JAZ-Zahlen heraus.
Interessant wäre es, wie sich eine WP neben meinem modernen Gasbrennwertgerät Buderus GB 192 schlägt. Ich habe einigen WP-Herstellern angeboten, für ein Jahr eine WP bei mir aufzustellen um einen Vergleich mit dem Verbrauch 2024 – 2025 in unserem Haus darzustellen. Traut sich vermutlich keiner.
Als Kostenbeispiel, unser Reihenendbungalow Baujahr 1974, 125m² Heizjahresdurchgängig beheizt mit 21,5°C in allen Räumen ohne zusätzliche Dämmung. Im Jahr 2024 – 2025 wurden Gaskosten von ca. 1.300€ verbraucht. Zentrale Warmwasserbereitung mit Solarthermie, die ca. 1.500 kWh/a (150€/a) einspart hat.
Wärmepumpen sind hervorragende Heizsysteme, die aber ein angepasstes Umfeld brauchen.
Wie und wo sehe ich das Einsatzgebiet von Wärmepumpen?
Sollte ich nochmal neu bauen, so würde mein Haus mit besserer Dämmung (kein Passivhaus) wie vorgeschrieben gebaut werden. Mit einer Heizungsanlage, die an den Bedarf einer Wärmepumpe angepasst ist.
Niedertemperatur Fußbodenheizung mit maximal 30°C, um die Temperaturspanne Außentemperatur – Bedarfstemperatur niedrig zu halten.
Kein zentrales Warmwassersystem, sondern in jedem Raum, der Warmwasserbedarf hat, einen Durchlauferhitzer.
In solch einem Haus wird die Jahresarbeitszahl vermutlich um 3-3,5 liegen.
Das spart Installationskosten, Schornsteinkosten Gasanschlusskosten und Niedertemperaturheizung hebt den Wohnkomfort an.
Eine Photovoltaikanlage, um ca. 20% des Stromverbrauchs für die WP zu mindern, käme für mich nur mit einem E Auro in Frage.
Ich gehe davon aus das die geforderten 65% CO2 freie Energie erst in ca. 20-40 Jahren erreicht werden. Beispiel, die Leistung der Windkraftanlagen wird bei vorhandenem Wind in der Masse nicht gebraucht, sieht man, wenn die Ventilatoren trotz Wind stillstehen.
BW